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Schön, wenn man seinen eigenen Kopf hat

Solange der Mensch als zivilisiertes Kulturwesen über den Planeten wandelt, hat er sich auch immer schon Gedanken um seinen Kopf gemacht. Schwer zu sagen, wer in der Geschichte zum ersten Mal auf die Idee gekommen ist, zu sagen: „Hey, du hast schöne Haare, aber da kann man noch mehr herausholen.“ Und ebenso unbekannt ist, wo und wann der erste Friseursalon eröffnete. Fest steht: Der Beruf hat sich etabliert. Also muss ja irgendetwas dauerhaft gefragt sein an dieser Tätigkeit mit Schere, Kamm, Farbe und Pflege.

Die Anfänge des Friseurberufs

Dabei war der Friseur ursprünglich etwas anderes. Die Sache hatte wohl damit begonnen, dass jemand, der ein scharfes Messer besaß, andere Leute rasierte. Barbier nannte man diesen Jemand damals. Und wenn man schon bei Ihm auf dem Stuhl saß, konnten durchaus noch andere Dinge zur Sprache kommen, wie zum Beispiel nach den Bartstoppeln auch die Haare, das allgemeine Wohlbefinden, oder auch Zahnweh. Noch aus dem 18. und 19. Jahrhundert kennt man tatsächlich „den Barbier, Bader und Zahnreißer“, so nach dem Motto: Wenn man schon einmal stillsitzt, kann man auch eben mal kurz still halten, es tut auch nicht weh ... naja, ein kurzes seltsames Kapitel dieses Berufes.

Friseure sind Menschenkenner

Etwas jedoch wird dem Friseurberuf aus dieser etwas skurrilen Historie zugewachsen sein: Menschenkenntnis und ein Blick für Charaktere. Denn wer täglich mit den Köpfen und Gesichtern von stillsitzenden Individuen zu tun hat und während der Arbeit mit Ihnen plaudert, wird unweigerlich auch zum Charakterkenner und Stylisten für das Individuelle. Und das macht einen guten Friseur heute aus: Er setzt nicht seinen Kopf durch, sondern den Kopf seines Kunden.